29. April 2011

trioBike jetzt auch in Hamburg

trioBike in Hamburg gesichtet
Danish trioBike seen in Hamburg
Heute hab ich das erste trioBike in Hamburg gesichtet, ein schönes, modernes Cargobike geeignet als Familientransporter und mit einem interessanten Konzept. Die Hamburger kommen langsam auch auf den richtigen Dreh . . .




Mehr:
Händleranschriften Deutschland
www.triobike.de



trioBike now even in Hamburg
Today I have seen the first trioBike in Hamburg, a nice and modern cargobike to be used as familiytransporter with an interesting concept. 

28. April 2011

Deutscher Verkehrssicherheitsrat entlarvt "Rambos"

Regelverstoß
"Kämpfer" unterwegs: Fehler beim Abbiegen
"Risiko raus!" lautet der Titel einer Kampagne der Deutschen gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV). Nun berichtet der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) über ein erschreckendes Umfrageergebnis im Rahmen dieser Kampagne. Autofahrer schätzen ihre Fahrkunst als gut bis sehr gut ein, geben aber gleichzeitig zu regelmäßig Verkehrsregeln zu missachten. Mehr als zwei Drittel der Autofahrer übertreten Tempolimits, 40% missachten Park- und Halteverbotsregeln, 30% halten nicht vor Stoppschildern und unterlassen das Blinken beim Abbiegen und Spurwechsel. Beliebt ist auch das Telefonieren mit dem Mobiltelefon während der Fahrt.

Aufsehen erregte vor wenigen Wochen noch eine Untersuchung der DEKRA, nach der 77% der befragten Autofahrer meinten, dass Radfahrer sich häufig über Verkehrsregeln hinwegsetzen würden. Verkehrsminister Ramsauer rief danach auf "Kampfradler" verstärkt zu verfolgen. 


Mehr:

Mehr zu "Kämpfern" und "Rambos":

27. April 2011

Osteralsterradeln in der "Umwelthauptstadt"

Easter Cycling around the Alster Lake in the "European Green Capital"

Bellevue
Ungesetzlich und nicht ungefährlich: Mini-Zweirichtungsradweg an der Außenalster
Illegal and not undangerous: Miniature edition of a bidirectional cycle track along the Alster lake

Achtung, hier Gegenverkehr: Um die Außenalster geht es auf zum Teil sehr, sehr schmalem "Radweg", offiziell im Zweirichtungsverkehr. So zeigen es die Verkehrszeichen an. Aber angesichts des Titels "Umwelthauptstadt" erwartet der Radfahrer in Hamburg keineswegs solch ungesetzliche und zudem ach noch gefährliche Verkehrsanordungen. "Umwelthauptstadt" müsste eigentlich anders funktionieren.

Für alle, die Hamburger Radwege noch nicht kennen, hier deutlich hervorgehoben
For all those, who do not know hamburgish cycle tracks, here it is marked

Radfahrer können sich auf dem "Radweg" nicht begegnen, der Zweirichtungsradverkehr muss gemäß der StVO (VwV-StVO) sofort aufgehoben werden. Aber die Hamburger stehen ja ganz pragmatisch über den Verkehrsregeln: Die Radfahrer fahren zum Ausweichen über die Gehwege und lernen, dass es ohne verbotenes Gehwegradeln auf vielen Radwegen gar nicht vorangeht. Die Fahrradstaffel der Polizei macht hier keine Kontrollen, zumindest solange nicht Fußgänger auf dem angrenzenden Gehweg angefahren werden. Dafür aber wird an anderen Gehwegen das Gehwegradeln regelmäßig geahndet - sehr widersprüchlich. Für einige Mitbürger entsteht durch solch unbrauchbare "Radwege" das Bild der "Kampfradler", "Rad-Rambos" oder "Rüpelradler". Ursache für Fehlverhalten sind aber vor allem auch die unzulänglichen "Radwege", die gar nicht entsprechend benutzt werden können. Das Fehlverhalten wird also schon antrainiert durch Fehlplanungen.

Radwege, die gar nicht der vorgesehenen Bestimmung gerecht werden und nicht der StVO (bzw. VwV-StVO) entsprechen, gehören nicht in eine "Umwelthauptstadt". Es entsteht sonst der Eindruck, dass der Titel gar nichts mit dem real vorhanden Hamburger Radverkehr zu tun hat. "Radwege" wie an der Alster sind aber auch kein Einzelfall in Hamburg, sondern der Normalfall. Es fehlt immer noch die gewisse Sensibilität und Ernsthaftigkeit im Umgang mit dem Radverkehr. Wenn die Umwelthauptstadtaktivitäten denn wenigstens bewirken solche Radwege wie an der Alster demnächst zu verändern, dann wäre schon etwas erreicht. Wie wäre es mit einem Modellradweg nach Kopenhagener Vorbild an der Alster? Es sind noch acht Umwelthauptstadtmonate. Hamburg ist heute noch keine Radlhauptstadt oder City of Cyclists.

Mehr zum Alsterradeln: Wir sind Hamburg


Das ist aber verboten - Radfahrer gehören doch gar nicht auf den Gehweg

Beengte Verhältnisse auf dem Zweirichtungsradweg

Gefährlich nah an den parkenden Autos

Radfahren erfordert hier vollste Konzentration

Veloroute 4 / Freizeitradroute 1 an der Außenalster: Bei einer Radwegbreite von nur 1,6 m ist der Begnungsfall gerade noch für einspurige Räder möglich. Anhänger und Cargobikes passen nicht auf diesen Radweg. In Kopenhagen würde dieser Radweg nicht einmal für eine Fahrtrichtung genügen. Die Kopenhagener Regelradwegbreite beträgt mind. 2,2 m - für den Einrichtungsverkehr und nicht für Gegenverkehr, wie auf dieser hochbelasteten Hamburger Veloroute. Bei der angestrebten Verdoppelung des Radverkehrs in Hamburg muss dieser Radweg bis 2015 allerdings noch wesentlich verbreitert werden.

Wahres Kunststück: Auch ein Zweirichtungsradweg, auf dem Radfahrer den aus Sicherheitsgründen notwendigen Abstand von einem zu den parkenden Autos einhalten und sich gleichzeitig begegnen sollen.

Wenn schon Zweirichtungsradweg, dann z.B. wie in New York (bislang weniger bekannt für Radverkehr) nur mit dem notwendigen Sicherheitsabstand zu parkenden Autos (Quelle: Jim Henderson, Wikimedia commons)

26. April 2011

Radfahrstreifen und Schutzstreifen

Cycle lanes

hamburgize.com / Stefan Warda
Radfahrstreifen in Hamburg, leider immer noch viele zu schmale vorhanden
Cycle lanes in Hamburg, too many too narrow and still existing

"Radfahrstreifen und Schutzstreifen - sicher und komfortabel Rad fahren." So lautet ein neuerer Flyer der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, der für die in Hamburg noch seltenen Radverkehrsanlagen auf der Fahrbahn wirbt.

Flyer:

Mehr zu Radfahrstreifen:

25. April 2011

Mit dem Fahrradbus auf Tour

Die Metropolregion lädt zu Radtouren ein
Ausflüge in die Metropolregion mit dem Rad: Seit Karfreitag verkehren wieder der Elbe-Radwanderbus und der Fahrradbus in die Haseldorfer Marsch.

On tour with the bike-bus
Trips in the metropolitan area of Hamburg with the bike: Since Good Friday the Elbe-bike-bus and the Haseldorf-bike-bus started to operate for this season.

Elbe-Radwanderbus  (Quelle: www.tourismusverband-stade.de)



Elbe-Radwanderbus
Horneburg - Jork - Stade - Drochtersen - Wischhafen - Freiburg - Natureum Ostesperrwerk


Fahrradbus HVV-Linie 589
Wedel (S-Bahn) - Holm - Hetlingen - Haseldorf - Haselau - Moorrege - Uetersen

23. April 2011

Stadträder mit Stil in Hamburg

Stylish city bikes in Hamburg

hamburgize.com / Stefan Warda
VANMOOF am Ballindamm
VANMOOF at Ballindamm

Auch Hamburgs Radfahrer müssen nicht mehr auf ausgefallene Stadträder verzichten.  Neben den mittlerweile immer häufiger anzutreffenden Lastenrädern aus den Niederlanden und Dänemark erobern nun zwei interessante Stadtrad-Modelle aus den benachbarten Fahrradländern unsere Stadt. Eine Augenweide sind sie auf jeden Fall.

hamburgize.com / Stefan Warda
VANMOOF

hamburgize.com / Stefan Warda
VANMOOF
Aus den Niederlanden kommt das VANMOOF, ausgezeichnet mit dem reddot design award 2011 für sehr hohes Gestaltungsniveau, den EUROBIKE AWARD 2009, den DUTCH DESIGN AWARD 2010 und weitere Auszeichnungen. Das VANMOOF ist ein preiswertes, einfaches und robustes Stadtrad mit einer außergewöhnlich klaren Formensprache und einer raffinierten solarbetriebenen im Rahmen integrierten Beleuchtung* für entspanntes, unkompliziertes Stadtradeln.

hamburgize.com / Stefan Warda
biomega

hamburgize.com / Stefan Warda
biomega
Etwas anspruchsvoller ist das biomega Copenhagen mit Kardanantrieb: Keine dreckige, schmierige Kette stört das Hosenbein, hochwertige Verarbeitung, skandinavisches Design. Für das Designerteam von biomega sind Fahrräder integraler Bestandteil des Erscheinungsbildes einer Stadt und Ausdruck des Bewusstseins ihrer Bewohner. Die biomega Räder repräsentieren einen Paradigmenwechsel im Denken über städtische Mobilität. Sie definieren sich nicht über technische Details, Anzahl der Gänge oder Komponentenfetischismus, sondern über ihre klare Formensprache. Das biomega Copenhagen, für flottes Radeln im Anzug.


hamburgize.com / Stefan Warda
TWO WHEELS GOOD, Bismarckstraße, führt u.a. VANMOOF

Ausgezeichnete Stilräder gibt es mittlerweile auch in Hamburg zu kaufen:
biomega und VANMOOF: Puschi Schmidtkes Radsalon, Rotherbaum
VANMOOF: Two Wheels Good, Hoheluft West
* Die Beleuchtung genügt allerdings nicht der deutschen StVZO, und bei beiden vorgestellten Rädern geht der Nutzer Kompromisse bei der Beleuchtung ein im Vergleich zu einem Nabendynamo in Kombination mit guten Leuchtkörpern. 

21. April 2011

Wir sind Hamburg

So viele Radfahrer - aber die passen nun wirklich nicht mehr auf die Spielzeugradwege
Cool, so many cyclists - but they do not fit any more on these toy cycle tracks


Allen schlechten Radwegen zum Trotz wird Radfahren in Hamburg immer beliebter. Noch nie waren so viele Hamburger mit Fahrrädern unterwegs. Gerade in den letzten beiden Wochen machte es Spaß bei dem schönen Wetter mit all den anderen zusammen morgens zur Arbeit zu fahren, natürlich mit dem Rad. Egal aus welcher Richtung es auf die Innenstadt zugeht, an den Ampeln stehen wir nicht alleine, und gemeinsam unterwegs in Gruppen auf den Radwegen an der Strese, der Budapester, dem Kaifuradweg oder an der Alster fühlen wir uns bestätigt: "Wir wollen Rad fahren. Wir sind Hamburg."


We are Hamburg
Despite all bad cycle tracks cycling becomes more and more popular in Hamburg. Never before so many hamburgers were on streets with bicycles. Especially during the last two weeks is was fun to ride to work together with all the others enjoying the morning with beautiful weather, and of course cycling.
It does not matter from which direction we ride to downtown, at the traffic lights we are not alone, and travelling together in groups on the cycle tracks at Stresemann, Budapester, the Kaifu cycle track or on the Alster bank, we feel vindicated: "We want to cycle, and we are Hamburg."



Rush hour in Hamburg - Congestion on cycle tracks from hamburgize.com on Vimeo.
Follow the cyclist´s ride out of the city against the cyclist crowd moving to downtown in the morning.
The last stretch beyond the truck is the busiest cycle track of Hamburg. It is allowed to use it into both directions. Pay attention to the curves around several bushes and trees and the cyclist appearing suddenly, like miracles ;-)
The first stretch up to the truck is a normal cycle track for one direction, with many, many ghost-riders, a very popular, but dangerous, behaviour of Hamburgers.

20. April 2011

Kopfverletzungen: Jetzt auch Helme für Fußgänger?

Head injuries: Now helmets for pedestrians?

hamburgize.com / Stefan Warda
Helme für Fußgänger müssen nicht häßlich sein: Einige moderne Fahrradhelme passen auch gut für den Fußgängereinsatz
Helmets for Pedestrians do not have to be ugly: Some modern bicycle helmets also fit well for pedestrian use

"Kampfradler" wurden gerade durch die Zeitungen und Fernsehsender getrieben, wiederholt forderten einige "Experten" Helmpflicht für Radfahrer sowie das Tragen von Warnwesten, und nun auch noch Helme für Fußgänger? Die Statistiken weisen darauf hin, dass auch eine Hlempflicht für Fußgänger in Hamburg erforderlich ist. In diesem Jahr gab es schon fünf Unfälle mit kopfverletzten Fußgängern, vier Unfälle mit kopfverletzten Radfahrern und drei Unfälle mit kopfverletzten Autofahrern. Auch im letzten Jahr sah es für Fußgänger nicht besser aus. Zehn kopfverletzte Fußgänger, dagegen nur sechs kopfverletzte Radfahrer und einem kopfverletztem Autofahrer. Immerhin schützen sich in Hamburg schon etwa 10% der Radfahrer mit Helmen, bei den Fußgänger sieht es aber ganz schlecht aus. Auch reflektierende Kleidung wird gemieden, schwarze oder dunkle Mäntel im Winter wirken wie Tarnkappen.

Dänemark ist mittlerweile Vorreiter bei der Fußgängerbehelmung. Hamburger sollten die Entwicklung genau verfolgen.

Hamburgize informiert nun laufend aktuell über alle Kopfverletzungen in Hamburgs Straßenverkehr unter Helme und Verkehrssicherheit.


 "Fight cyclists" just had been driven straight through the newspapers and tv-stations, some "experts" called for a helmet law for cyclists and the wearing of safety vests, and now even helmets for pedestrians? The statistics indicate, that even a helmet law for pedestrians is mandatory in Hamburg. This year Hamburg had already five accidents with head-injured pedestrians, four accidents with head injured cyclists and three accidents with head-injured motorists. Also last year, it didn´t look better for pedestrians. Ten head-injured pedestrians, whereas only six head-injured cyclist and one head-injured driver. After all about 10% of cyclists in Hamburg wear helmets, but it looks very bad with the pedestrians. Also, reflective clothing is avoided, black or dark coats prevered in winter have an effect like stealth.

Meanwhile Denmark has become a pioneer in helmets for pedestrians. Hamburger should monitor developments closely.

Hamburgize now informs continually updated on all head injuries in Hamburg under helmets and road safety.

19. April 2011

Petra vermisst ihr Klapprad

Petra misses her bike

hamburgize.com / Stefan Warda
 

Heute morgen auf St. Pauli gesichtet. Hallo Bolzenschneidermann, bring besser das Klapprad zurück. Petra meint es sehr ernst. Hoffentlich passiert nichts Schlimmes . . . 


hamburgize.com / Stefan Warda



This morning I saw this ad . . . 
Hello a[...], 
great idea to steal my beloved, neon yellow folding bicycle. Now, that it is warmer, the cycling season starts and you happen to go with the bolt cutters around.
Maybe you've just borrowed it, and tomorrow it is back again unharmed outside my front door. If not, you can bet on it that I rip off both of your balls, if I catch you with it. 
Thanks, Petra

18. April 2011

Noch mehr Leihradsysteme: Neben Wedel und Harburg jetzt auch Norderstedt

Norderstedt hat jetzt ein Leihradsystem
Das erfolgreiche StadtRAD macht Eindruck bei den Umlandgemeinden. Wedel möchte ein kleines System mit Elektroleihrädern aufbauen, Harburg wird leider nicht mit dem StadtRAD bedient und bekommt daher zusätzlich zum kleinen Leihfahrradpark der Technischen Universität dieses Jahr das Channel bike, und Norderstedt hat rechtzeitig zur Landesgartenschau ein kleines System mit sechs festen Stationen von next bike einsatzbereit. Viel Erfolg.

Zug der Ideen: Hamburg stellt sich und andere vorbildliche Stadtideen vor

Train of Ideas: European Green Capital presents Hamburg and other exemplary urban ideas

hamburgize.com / Stefan Warda
"Train of Ideas": Lasst uns voneinander lernen - Europa auf Rädern
"Train of Ideas": Let us learn from each other - Europe on wheels

Letzten Freitag stellte die derzeitige "Umwelthauptstadt" ihren Zug der Ideen vor. Start war 14 Uhr an Gleis 12 im Bahnhof Altona. In sechs Containern verladen auf Güterwaggons werden Ideen zu Stadt und Natur, Mobilität, Flächennutzung, Ver- und Entsorung, Bürgerbeteiligung sowie Antworten der Städte auf die Herausforderungen des Klimawandels präsentiert. Hamburg stellt sich unter anderem mit dem in Deutschland überaus erfolgreichen StadtRAD vor. Zum Radverkehr werden viele bekannte Beispiele aufgezählt, so das Vorbild aller Fahrradverleihsysteme, Vélib´ aus Paris, die Stadt Kopenhagen als Hauptstadt des Radverkehrs, "lecker" Radeln in Amsterdam, oder die Mobilitätsstrategie der Stadt Zürich, mit der Zürich den Veloverkehr vorantreibt. Der Austausch der Ideen während der geplanten Reise des Zuges über achtzehn europäische Metropolen bietet die Anregung, gute Ideen anderer Städte zu übernehmen. Let´s copenhagenize Europe. Lasst uns voneinander lernen.

hamburgize.com / Stefan Warda
Die Reiseroute
The train´s travel route

Ein Hinweis an die Umwelthauptstadt: So richtig scheint Hamburg noch nicht an den eigenen Radverkehr als gleichberechtigtes Verkehrsmittel zu glauben.  Unter der Überschrift "Wie sähe Ihre ideale Stadt aus?" haben die Besucher auf die Frage, wie sie sich in ihrer Idealstadt bewegen wollen, nur zwei Varianten zur Auswahl: Auto oder ÖV. Fahrrad ist noch nicht ganz gleichberechtigt. Für Amsterdamer oder Kopenhagerer unvorstellbar.
Hinweis an die Ausstellungsbesucher: Die Radfahrer müssen abwarten. Erst die folgende Frage beschäftigt sich mit den Radfahrern.

hamburgize.com / Stefan Warda
   - Irritierend -
Die ideale Stadt: Auto oder ÖV? Kopenhagener würden doch ganz anders entscheiden . . .
The ideal city: Car or public transit. People from Copenhagen would decide differently . . .

Bis zum 21.04. kann der Zug der Ideen kostenlos besucht werden, täglich von 10 - 19 Uhr. Nächster Halt ist anschließend in der Fahrradhauptstadt Kopenhagen, vom 26.-29.04. auf dem Rathausplatz.


12. April 2011

Populismus: Medien entdecken mal wieder "Rad-Rambos" und "Kampfradler"

hamburgize.com
Kampfjournalismus

Von 1609 befragten Autofahrern, die bei der DEKRA eine Hauptuntersuchung an ihren Fahrzeugen durchführen ließen, gaben 77% an, dass sich Radfahrer häufig über Verkehrsregeln hinwegsetzen würden. Die Befragung wurde an 32 DEKRA-Stationen im gesamten Bundesgebiet in den Monaten Januar und Februar durchgeführt. 68% der Befragten waren männlich, 32% weiblich. Das Ergebnis dieser Befragung wurde am 8. April von der DEKRA veröffentlich.

Am 9. April berichteten zahlreiche Medien, Verkehrsminister Ramsauer drohe mit Kontrollen für "Kampfradler".

Am 11. April berichtete die Hamburger Morgenpost auf der Titelseite mit der Schlagzeile "Rote Karte für Rad-Rambos", dass "77% der Deutschen von ungehobelten Radfahrern genervt" seien. Kein Hinweis darauf, dass ausschließlich Autofahrer befragt wurden. Sind denn mittlerweile alle Deutschen Autofahrer? Sicherlich würde das Ergebnis anders ausfallen, wenn auch Nicht-Autofahrer, wie z.B. Radfahrer, Fußgänger und ÖV-Nutzer befragt worden wären, sowie Frauen nicht unterrepräsentiert wären. Interessant wäre bei natürlich auch, wie Radfahrer über Autofahrer denken, oder auch wie Fußgänger / ÖV-Nutzer über Autofahrer denken. Sicherlich wäre dabei auch interessant zu wissen, was Radfahrer über Autofahrer denken.

Autofahrer, die zu einem großem Teil nicht einmal begriffen haben, welche Verkehrsregeln für Radfahrer gelten, zu Richtern über das Verkehrsverhalten von Radfahrern zu machen, ist absolut unseriös. Bekanntlich wissen viele Autofahrer ja immer noch nicht, dass seit 1998 Radfahrer auf innerstädtischen Straßen auf der Fahrbahn fahren dürfen und nur bei den blauen Radwegzeichen Radwege benutzen müssen, und das auch nur, wenn diese Radwege  überhaupt benutzbar sind. Gerne begrüßen Autofahrer Radfahrer auf der Fahrbahn mit Dauerkampfhupen und gefährlichem Ausbremsen oder waghalsig dichtem Überholen, wem die Fahrbahn vermeintlich gehört. Doch haben diese "Auto-Rambos" ebenfalls laut der MoPo-Interpretation zugestimmt, dass "Radfahrer sich häufig über Verkehrsregeln hinwegsetzen"?

Es ist ja so einfach Klischees zu bedienen. Die Hamburger Morgenpost hat mal wieder ins Klo gegriffen. Die Rambo-Radler-Nummer packt sie regelmäßig aus, man kennt das schon.


Mehr zu Autofahrern und deren Kenntnisse über die Radwegbenutzungspflicht und deren Selbstjustiz: Die Polizei: Dein Freund und Helfer? 

Was Autofahrer kaum wissen - bei unbenutzbaren Radwegen müssen Radfahrer auf die Fahrbahn:

7. April 2011

Hamburg: Fahrrad schneller als Auto

Hamburg: Cycle faster than car
hamburgize.com / Stefan Warda
Hamburg: Mit dem Rad geht es am Autostau vorbei
Hamburg: Cyclists pass the traffic jam

Heute lohnt sich die Lektüre des Hamburger Abendblattes. Die Tageszeitung testete auf drei Relationen die Anfahrt zum Axel Springer-Verlagshaus in der Neustadt, aus Hummelsbüttel, Lokstedt und Neu Wulmstorf jenseits der Stadtgrenze. Im innerstädtischen Pendlerverkehr schlägt das Fahrrad sowohl den HVV wie auch das Auto. 



Auch die öffentlichen Verkehrsmittel sind eine gute Alternative zum Auto. Lediglich auf der kürzesten Pendlerrelation von Lokstedt zur Innenstadt lag das Auto wenige Minuten vor dem HVV.  

Hamburger Abendblatt hier im Pressespiegel:
Am Auto führt kein Weg vorbei / Fahrrad schlägt Auto in Hamburgs Berufsverkehr / Fahrrad, Bahn, Auto: Der direkte Vergleich

Link:

Ein weiterer interessanter Aspekt zur Mobilitätszeit beschäftigt sich mit der Zeit, die wir für meine Mobilität vorinvestieren:



Today it is worth reading the Hamburger Abendblatt. The newspaper tested the traveltime on three relations to the Axel Springer publishing house in downtown Hamburg, from Hummelsbüttel, Lokstedt and New Wulmstorf beyond the city limits. In urban commuting bicycle beats both public transport and also the car.

Public transport is also a good alternative to the car. Only on the shortest relation to downtown Hamburg, from Lokstedt, the car could compete with public transport.

Worth to read an article on Copenhagenize.com - Building Better Bicycle Cultures: Bicycles Are Faster Than Cars

5. April 2011

Radverkehr, Sicherheit und Gesundheit

Cycling, Safety & Health

hamburgize.com / Stefan Warda
Autsch

Eine ausführliche und empfehlenswerte Studie zur Sicherheit des Radverkehrs: Cycling, Safety & Health von Thomas Krag. Thomas Krag stellt Verkehrssicherheit in Zusammenhang mit Verkehrsverhalten und Gesundheitsaspekten des Radverkehrs; lesenswert auch für Helmbefürworter und Helmgegner.


Mehr . . . / More . . . :

Von den Niederlanden lernen - richtig und sicher Rad fahren im Kreisverkehr

Learning from the Dutch - Correct and Safe Cycling in the Roundabout


Kreisverkehr in Leiden, Niederlande / Bicycleroundabout (Quelle: Cycling without a helmet , thanks to Alicia)

Die Niederländer scheinen zu wissen, wie radverkehrsgerechte Kreisverkehre angelegt werden. 

The Dutch seem to know how to build cycle friendly roundabouts.

4. April 2011

StadtRAD verleiht Flügel

StadtRAD gives wings

hamburgize.com / Stefan Warda
Erfolgreiches Fahrradverleihsystem: StadtRAD Hamburg
Germany´s most successful bike rental system: StadtRAD Hamburg

 Hamburg ist bekannt für seine schlechten Radwege. In ganz Deutschland wurde Hamburgs Radwegmisere durch das negative Ergebnis beim bundesweiten Fahrradklimatest bekannt. Hamburg landete damals, 2005, auf dem letzten Platz unter den deutschen Städten mit mehr als 200.000 Einwohnern. Dieser Donnerschlag löste ein zartes Umdenken ein. Die wesentlichen Neuerungen sind seitdem die Radverkehrsstrategie für Hamburg und das Fahrradverleihsystem StadtRAD Hamburg.

Die äußerst schlechte Infrastruktur prägt aber immer noch das Image des hanseatischen Radverkehrs. Wesentliche Verbesserungen an der Infrastruktur gibt es bislang noch nicht. Oftmals wurden seit 2005 lediglich alte Radwegsteine durch neue Radwegsteine ersetzt, ggf. auch mal die eine oder andere Radwegbenutzungspflicht aufgehoben, die Struktur bleibt aber weiterhin veraltet. Selbst bei den allerneuesten Radwegen gibt es unerlaubte Benutzungspflichten, Zweirichtungsverkehr, freie Rechtsabbieger, unklare Führungen, die üblichen Konflikte mit Fußgängern und weiterhin entgegen den Beteuerungen der Fahrradbehörde Konflikte mit querenden Radfahrern. Es wird allgemein vorausgesetzt, dass Radfahrer auch bei Neuanlagen illegal über Gehwege die planmäßig eingebauten Konfliktstellen umfahren. Die verantwortlichen Planer scheinen das Gehwegradeln neben Radwegen als Kavaliersdelikt anzusehen. Radfahrstreifen blieben trotz Radverkehrsstrategie bei Neu- oder Umbauten die Ausnahme. Hamburg hinkt mitlerweile erheblich anderen deutschen und europäischen Städten hinterher. Eine echte Kehrtwende hat die Stadt noch nicht geschafft, was bekanntlich auch nicht gerade einfach ist angesichts wechselnder politischer Mehrheiten, dem Festhalten an eingefahrenen Gewohnheiten bei vielen Planern und Behörden, den unterschiedlichen Interessen verschiedener verkehrspolitischer und anderer gesellschaftlicher Akteure.

Allerdings: das StadtRAD beflügelt mittlerweile den Hamburger Radverkehr. Das StadtRAD ist Deutschlands beliebtestes Fahrradverleihsystem. Das StadtRAD hat sich in Hamburg etabliert und wird sicherlich zukünftig eine Stütze des städtischen Radverkehrs sein. Trotz des schlechten Image hat Hamburg einen für Deustchland überdurchschnittlich hohen Radverkehrsanteil, hinkt aber auch da einigen anderen Metropolen wie München noch hinterher.


Zum aktuellen Stand des Hamburger Radverkehrssystems zwei Artikel empfohlen:

Mehr zum StadtRAD:

Blumenladen auf hamburgisch

Flower shop hamburgish

hamburgize.com / Stefan Warda
Hornveilchen im Angebot: Benutzungspflichtiger Radweg mit Verkaufsstand in Eppendorf
Violets on sale: cycle track with flower shop


Frühling ist´s, die Drive-in-Flowershops am Radwegrand sprießen wieder aus dem Boden.



Spring has come, the drive-in flower shops spring up at the edge of the cycle track.

Fußgänger und Fahrgäste sind der "Umwelthauptstadt" lästig

Pedestrians are undesirable in the European Green Capital

hamburgize.com / Stefan Warda
Hamburg Millerntorplatz: Abgesperrter Fußgängerüberweg. Fußgänger sollen den umgeleiteten Autoverkehr nicht behindern

Seit Tagen berichten Hamburgs Medien nahezu tagtäglich über Stau. Stau, weil es einige planmäßige Baustellen gibt, aber auch wegen einiger Verkehrsunfälle, und weil es einfach zu viele Autos auf den vorhandenen Straßen gibt. Doch wo kommen wir da hin, wenn Autofahrer einfach so im Stau stehen sollen, dachte wohl die "Umwelthauptstadt". Die hat ganz schlau reagiert und flugs eine besonders wichtige Fußgängerfurt an einer großen Kreuzung gesperrt. Schließlich sollten die lästigen Fußgänger den wegen einer Baustelle umgeleiteten Autoverkehr nicht unnötig behindern. Statt am Millerntorplatz direkt über eine beampelte Fußgängerfurt von der Bushaltestelle zur U-Bahn-Station St. Pauli zu gelangen, sollten Fußgänger fortan einen Umweg über vier beampelte Fußgängerfurten nutzen. Bei den langen Wartezeiten an den vier Ampeln wäre zum Umsteigen sicherlich ein Bus früher zu nehmen, um die geplante U-Bahn zu erreichen. Doch die dreisten Fußgänger hielten sich nicht an die Absperrung, sondern drängelten sich zwischen den im Stau stehenden Autos über die gesperrte Furt hindurch. "Die Fußgänger halten sich nicht dran und rennen trotzdem über die Straße", resignierte eine Behördensprecherin. Schließlich wurde die Sperre wieder aufgehoben, die "Umwelthauptstadt" hatte ein spätes Einsehen mit den offensichtlich unterschätzten Fußgängern.

Erinnern wir uns: Vor mehr als 20 Jahren gingen die Menschen an der Stresemannstraße öfters auf die Straße, um auf den erheblichen Autoverkehr aufmerksam zu machen.
Sollten Hamburgs Fußgänger im Umwelthauptstadtjahr öfters mal vereinigt "über die Straße rennen", wie schon 1990, als Straßen blockiert wurden?


hamburgize.com / Stefan Warda
Hamburgs Fußgänger ließen sich von der Absperrung nicht einschüchtern, der vorgesehene Umweg war einfach zu groß

hamburgize.com / Stefan Warda
Kurze Zeit später war die Absperrung abgeräumt, Fußgänger durften wieder "den Autoverkehr behindern"
hamburgize.com / Stefan Warda
Rot gestrichelt: Dieser Überweg war gesperrt - Gelb: Die Umleitung von der Bushaltestelle (Kreis) zur U-Bahn-Station (Pfeil) - (Quelle: Luftbildkarte 1:5000, aus Stadtkarte von Hamburg, Ausgabe 2008, 6. Auflage auf DVD. Vervielfältigt mit Zustimmung der Freien und Hansestadt Hamburg, Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung,www.geoinfo.hamburg.de)
hamburgize.com / Stefan Warda
Stresemannstraße im Jahr 1990: Fußgänger hielten sich nicht dran und rannten auf die Straße. Sie besetzten für kurze Zeit die Kreuzung an der Fußgängerfurt beim grünen Jäger, um gegen den Autoverkehr zu demonstrieren - bis die Polizei einschritt

3. April 2011

Leitbild "Wir wollen das moderne Hamburg schaffen": Noch mehr Busse statt Stadtbahn

New model "We want to create the modern Hamburg": More buses instead of a light rail

Radfahrstreifen oder Busspuren? Hamburg soll jetzt "Europas modernstes Bussystem" bekommen mit zusätzlichen Busspuren und weiteren Ampelvorrangschaltungen an Kreuzungen - © Stefan Warda
Cycle lanes or bus lanes? Hamburg should get "Europe´s most modern bus system with additional bus lanes and priority at traffic lights

Richtungswechsel haben in Hamburg Kontinuität. Anfang der 1990er Jahre warb Bürgermeisterkandidat Henning Voscherau (SPD) für die Wiedereinführung der 1976 stillgelegten Straßenbahn. Aber erst sein Nachfolger Ortwin Runde (SPD) setzte die Idee in Planungen um. 2001 stand das Projekt wegen Regierungswechsel vor dem Aus. Die Koaltion aus CDU, FDP und Schill-Partei verfolgten eine autoorientierte Verkehrspolitik. Einige Busspuren wurden abgeschafft, sie galten im Jargon der Regierung als "Verkehrsschikanen". Die Stadtbahn in die Hafencity und nach Steilshoop galt damals nicht als zu teuer, sondern als Autoverkehrshindernis. Stattdessen wurde in die Hafencity eine im Vergleich sündhaft teure U-Bahnlinie gebaut.  2009 war die CDU in Koaltion mit der GAL offen für ein neues Stadtbahnprojekt. Angesichts immenser Ausgaben für die Elbphilharmonie und die neue Mini-U-Bahn in die Hafencity halten viele Politiker und Lobbyisten das Stadtbahnprojekt für zu teuer. Einige fordern aber gleichzeitig die Verlängerung der im Vergleich zur Stadtbahn wesentlich teureren U-Bahn in den Hamburger Süden.

Das Aus für eine moderne Stadtbahn scheint 2011 wiederholt besiegelt. Acht Millionen Euro Planungskosten wandern in Form von bunten Plänen in Schubladen oder das Baubehördenarchiv. Nun sollen Busse die Hamburger dazu einladen das Auto stehen zu lassen oder abzumelden. Der neue Bürgermeister Scholz kündigt für Hamburg das "modernste Bussystem Europas" an. Und der neue Verkehrssenator Horch erwägt die sündhaft teure U-Bahn von der Hafencity nach Wilhelmsburg zu verlängern. Selbst die nun zugesagte Verlängerung der Luxusuntergrundbahn bis zu den Elbbrücken wird sehr kostspielig. Die anerkannt deutlich preiswertere Stadtbahn sei aber von Hamburgs Bürgern wegen angeblich zu hoher Kosten nicht gewollt. Hamburg müsse schließlich sparen.

Acht Millionen Euro Planungskosten für die Stadtbahn werden jetzt versenkt, und vielleicht werden zur nächsten Landtagswahl weitere Millionen Planungskosten für ein fragwürdiges Bussystem versenkt, falls es anschließend wieder einen Richtungswechsel geben wird. Ob im Jahr 2020 Hamburg jemals das "modernste Bussystem Europas" haben wird bleibt noch offen.


Moderner Bus- und Radverkehr in Münster: Busse fahren auf Radfahrstreifen - © Stefan Warda
Example for modern bus traffic and cycle traffic in Münster: Buses run on cycle lanes 

hamburgize.com / Stefan Warda
Amsterdam: Radfahrer können bequem und konfliktfrei eine Bushaltestelle passieren - © Stefan Warda
Amsterdam: Cyclists can pass easily a bus stop

Kopenhagen (Frederiksberg): Busspur und Radweg, keine Konflikte zwischen Passanten, Busfahrgästen und Radfahrern - © Stefan Warda
Copenhagen (Frederiksberg): Bus stop and cycle track, no conflicts between pedestrians, passengers and cyclists

Kopenhagen: eindeutige und angemessene Flächenaufteilung für Passanten, Radfahrer und Busfahrgäste - © Stefan Warda
Copenhagen: Adequate and clear zoning design for pedestrians, cyclists and bus passengers

Zum Thema Radverkehr war von der neuen Regierungscrew noch nicht viel zu hören. Ganz vergessen hat die SPD derzeit wohl, dass sie selbst 2008 die Radverkehrsstrategie für Hamburg unterstützt hatte und zuvor sich an deren Entwicklung beteiligte hatte. Doch falls nun dem Busverkehr tatsächlich mehr Platz im vorhandenen Straßenraum eingerichtet werden sollte, könnte dies zum Nachteil des Radverkehrs ausfallen. Busspuren brauchen mehr Fläche als Stadtbahntrassen.

Bislang sieht es an Bushaltestellen neben Radwegen eher schlecht aus für Radfahrer und Fußgänger. Im Regelfall gibt es eine unmoderne Busbucht und keinen modernen Haltestellenkap, selbst wenn durch die Busbucht die gesamte Nebenfläche stark eingeschränkt wird. Denn im Zweifelsfall sollte in der derzeitigen "Umwelthauptstadt" bislang immer noch der Autoverkehr ungehindert fließen. Das altbackene Standardmodell: Wartende Fahrgäste, Radfahrer und Passanten behindern sich gegenseitig, während der Autoverkehr ungestört fließt. Bürgermeister Scholz kündigt nun "Zusatzspuren" für Busse an. Die wird es in Hamburg wohl nur solange geben, wie dafür Radwege und Gehwege verengt werden, denn das in dieser Stadt immer wieder beliebte Gejammer um das Phänomen Autostau dürfte nach dem Abwatschen des Stadtbahnprojekts auch dem neuen Bürgermeister nicht gefallen. Wir Radfahrer sind gespannt auf die neuen und modernen Bushaltestellen in Hamburg.


Typisch Hamburg: Wenig Platz für Radfahrer an Bushaltestellen. Hier ein gemeinsamer Geh- und Radweg, gebaut im Jahr 2004 - © Stefan Warda
Typically Hamburg: Little space for cyclists at bus stops. Here a sidewalk for pedestrians and cyclists, built in 2004


© Stefan Warda

© Stefan Warda

© Stefan Warda

© Stefan Warda

Ein anderes Beispiel: Auch hier behindern sich Fahrgäste, Passanten und Radfahrer untereinander. Wenigstens fließt der Autoverkehr - © Stefan Warda
Another example: Also here cyclists, pedestrians and bus passengers interfere with each othe

Loogeplatz: "Radweg" mitten durch die Bushaltestelle - © Stefan Warda

Ein zentraler Busbahnhof: Der Radverkehr wird mitten durch die Haltestellenanlage geführt im Zweirichtungsverkehr genau dort, wo Fußgänger entlang gehen und natürlich häufig queren - © Stefan Warda
Cycle traffic leads right through a central bus station as a two-way cycle track

Eidelstedter Platz: Der Zweirichtungsradweg windet sich im Zickzack um die Einbauten am Busbahnhof. Vorsicht ist geboten an jeder Ecke. Es kann immer unerwartet ein Fußgänger auftauchen, der noch schnell zum Bus hastet, oder wie hier eine Radfahrerin die Kurve schneiden - © Stefan Warda

Unschön: Üblicherweise steht das Haltestellenhäuschen direkt angrenzend am Radweg, falls dieser vorhanden - © Stefan Warda

Wartende Fahrgäste stehen dann schon mal auf dem benutzungspflichtigen Radweg . . . - © Stefan Warda
Waiting bus passengers on the cycle track . . .

. . . und erfordern höchste Konzentration vom Radfahrer - © Stefan Warda

Unmodern, aber relativ neu: Der Autoverkehr fließt, aber der benutzungspflichtige Radweg dient eigentlich dem Fußgängerverkehr - © Stefan Warda

© Stefan Warda

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© Stefan Warda

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Vollkommen unmodern: Ausgewiesene Velorouten an einer Bushaltestelle vor einem Einkaufszentrum. Das ist keine Werbung für den Radverkehr - © Stefan Warda

Äußerst unmodern: Benutzungspflichtiger Radweg führt mitten durch hoch frequentierte Bushaltestelle - © Stefan Warda

Äußerst unmodern: Benutzungspflichtiger Radweg führt mitten durch hoch frequentierte Bushaltestelle - © Stefan Warda

Äußerst unmodern: Benutzungspflichtiger Radweg führt mitten durch hoch frequentierte Bushaltestelle - © Stefan Warda

Sehr altmodisch: Benutzungspflichtige Radwege an Busbuchten - © Stefan Warda
Very old school cycle track at very old school bus stop

Wer es nicht kennt: Kein Scherz, da verläuft ein roter benutzungspflichtiger Radweg! - © Stefan Warda
You do not believe? This is a cycle track with the obligation to us it!

© Stefan Warda

Eine Radfahrerin hat aufgegeben, der benutzungspflichtige Radweg ist einfach nur unbenutzbar - © Stefan Warda
Cyclist gave up, cycle track could not be used

© Stefan Warda

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