28 September, 2011

Vom Klima reden - klimagerecht handeln - die "Hamburger Klimawoche"

Talking about climate - acting for better climate - the Hamburg Climate Week

"Hamburger Klimawoche", Veloroute 5: Klimaaufklärung der "Umwelthauptstadt" blockiert den Fußgänger- und Radverkehr
"Hamburg Climate Week", cycle route No. 5: Climate enlightenment of the "Eurpean Green Capital" obstructs pedestrians and cyclists

Wie in vielen anderen Städten auch stehen zum Ende des Septembers Klima und Mobilität im Fokus vieler Aktivitäten in der Hamburger Innenstadt. Zeitgleich will die Stadt im Rahmen der "Umwelthauptstadt" die Hamburger zum Umsteigen von Auto auf Busse, Bahnen und Fahrrad bewegen, wie auch bei "Europas größter Klima-Informationsveranstaltung" über Klimaveränderungen und Klimaforschung aufklären und feiert sich selbst.




Doch wenn Autofahrer bei einer Probefahrt mit dem Rad am Ballindamm das Klimawochezelt passieren, dann überzeugt die Fahrt entlang der Veloroute 5 auf dem Radweg ganz und gar nicht. Die Klimawoche lädt Passanten zum Probieren regionaler Spezialitäten mitten auf dem Gehweg vom Jungfernstieg zur Europapassage ein und nötigt Fußgänger zum Ausweichen auf den Radweg, da außer dem Radweg nur noch die Fahrbahn als Alternative für den Fußgängerverkehr bleibt. Auf jeden Fall lernen Autofahrer dabei, dass Radfahrer sich auch sonst fast überall in Hamburg mit Fußgängern auf Radwegen auseinander setzen müssen.




In der Kaufmannsstadt Hamburg ist es Tradition Gehwege extrem zu kommerzialisieren - auch während der Klimawoche. Fußgänger haben in der "Umwelthauptstadt" an viel zu vielen Stellen leider viel zu wenig Platz für Aufenthalt und Verkehrsansprüche, wenn Straßencafès, Biergärten und Ladengeschäfte Bedarf anmelden. Befürworter in Hamburg der in der Amtssprache genannten "Sondernutzungen" verweisen gern auf bayerische Biergärten und argumentieren mit begehrenswertem "südländischem Flair", doch die echten Biergärten in München sind in aller Regel nicht auf öffentlichen Gehwegen, sondern auf Privatgelände abseits der Straßen. Und das Hamburger Wege-Gesetz verbietet sogar Sondernutzungen wie die der Klimawoche am Ballindamm. Nur kaum eine Hamburger Behörde kontrolliert die Einhaltung dieses Hamburger Wege-Gesetzes.

Biergarten in München

Mehr zu Hamburger Sondernutzungen:

"Da geht was!" - klimafreundlich mobil in Hamburg

"It works!" - climate-friendly mobile in Hamburg



Neues Video: Die "Umwelthauptstadt" zeigt, warum und wie Hamburger ohne Auto mobil sind.

The "European Green Capital" shows, why and how Hamburgers are mobile without a car.

27 September, 2011

Radverkehrskonzept für Billstedt und Horn

Cycling-concept for Billstedt and Horn

Radverkehr in Billstedt

Im Hamburger Osten soll das Radverkehrsnetz verbessert werden. Ein Anfang war der neue Radfahrstreifen in der Washingtonallee als Ersatz für die engen, schlechten Radwege zwischen Baumstämmen und parkenden Autos.
Das Bezirksamt Hamburg-Mitte lädt zu einem Themenabend ein.

17.10.2011 Themenabend: Radwege in Billstedt-Horn – Wie geht‘s weiter?
Zur Frage „Wie sieht‘s für das Radverkehrsnetz im Entwicklungsraum aus?“ werden auf dem dritten Themenabend Hinweise für das „Lokale Radverkehrskonzept“ sowie für die neue „Rad- und Wanderkarte“ in Billstedt-Horn gesammelt. Alle Interessierten sind eingeladen, sich im Rahmen von Arbeitsgruppen aktiv in die Planungen einzubringen.


Mehr . . .

21 September, 2011

Copenhagenize-Index Fahrradfreundliche Städte 2011 - Hamburg hinter München und Berlin auf Platz 13

The Copenhagenize-Index Bicycle-Friendly Cities 2011 - Hamburg 13th behind Munich and Berlin


Hamburg belegt den 13. Platz unter den fahrradfreundlichen Metropolen der Welt aus einer Auswahl von 80 untersuchten Großstädten. Nach dem Copenhagenize-Index Fahrradfreundliche Städte 2011 führen die bekannten Fahrradstädte Amsterdam und Kopenhagen das Ranking an. Es folgen auf den ersten 15 Plätzen Barcelona, Tokio, Berlin, München, Paris, Montreal, Dublin, Budapest, Portland, Guadalajara, Hamburg, Stockholm und London.

Dass Städte wie Barcelona und Paris noch vor Hamburg liegen dürfte an den weitaus höheren Bemühungen und Erfolgen in den letzten Jahren liegen verglichen mit Hamburg.

Zwar gibt Hamburg an ein 1800 km großes Radwegenetz zu haben, dies ist jedoch in weiten Teilen nicht nutzbar und seit vielen Jahren nicht mehr unterhalten. Dagegen haben andere Städte immens das Radwegenetz ausgebaut, Fahrbahnflächen in Radfahrstreifen umgewandelt oder Marketingkampagnen gefahren, wie z.B. die Radlhauptstadt München.

Radweg in Hamburg 2011
Cycle track in Hamburg 2011

Mehr:

19 September, 2011

NDR: So stöhnen die Hamburger über ihre Radwege

NDR: Hamburg citizens moan about their cycle tracks


Der NDR hat sich mal wieder den schlechten Hamburger Radwegen gewidmet. Eine neue Bildergalerie zeigt einen bunten Querschnitt typischer Hamburger "Radwege". Keine Werbung für die "Umwelthauptstadt". Mehr . . .

15 September, 2011

"...fun, fun, fun..., ... totally cool..., ...because I just like it ..."

Why do you like riding a bicycle?


"Why Do You Like Riding a Bicycle?" from woof jakarta on Vimeo.

[via]

Radverkehr in Hamburg - Behörde erweitert Internetangebot

Cycling in Hamburg - Authority upgrades websites
 

Die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation will demnächst den Internetauftritt zum Radverkehr in Hamburg erweitern. Ein kleiner Anfang ist schon getan und abrufbar. Mehr . . .

07 September, 2011

Alljährliches Radvergnügen zum "Alstervergnügen" - keine Spur von Radverkehrsförderung in der "Umwelthauptstadt"

Ferdinandstor zum Alstervergnügen 2011: Hier möchte der Radfahrer nach links zum Glockengießerwall abbiegen, doch die Radwegbenutzungspflicht endet mitten auf der Kreuzung und der Radweg im Kreuzungsbereich ist zugestellt mit einer Bühne. Keine Wegweisung für den Radverkehr, keine Umleitung, nichts außer Ende der Radwegbenutzungspflicht! Der parallele Autoverkehr bleibt allerdings absolut uneingeschränkt.
Traditionell findet in der Hansestadt im September das große "Alstervergnügen" rund um die Binnenalster statt, das größte innerstädtische Volksfest in Hamburg. Betroffen davon sind an vier Tagen alle Straßen rund um die Binnenalster. Während einige Straßen komplett für den Straßenverkehr gesperrt sind, bleiben einige wichtige Hauptstraßen jedoch für den Autoverkehr durchgängig frei. So aber nicht für den Radverkehr. Für Radfahrer enden urplötzlich die Radwege oder Radfahrer werden auf dem noch benutzungspflichtigem Radweg mitten in das Menschengewühle geführt, wo dann die Radwegbenutzungspflicht endet. Wer dann, wie es die StVO vorschreibt, auf die Fahrbahn möchte, muss zusehen, wie er sich dorthin begibt. Streng genommen handelt es sich ohne Absperrung der Radwege immer noch um Radwege, auf denen das Alstervergnügenmenschengewühle nichts zu suchen hat. Allerdings hat stellt der schiebende Radfahrer dort eine Gefährdung für die anderen Fußgänger dar. Aber wer auch in den letzten beiden Wintern in Hamburg nicht auf das Fahrrad verzichtet hat, der weiß, wie er auf der Lombardsbrücke oder dem Ferdinandstor auf der Fahrbahn fährt. Es geht sogar ganz gut, wenn nicht manche rücksichtslose Autofahrer hupen, schikanieren und abdrängen würden. Die Hamburger Polizei, die für die Verkehrsanordnungen in Hamburg zuständig ist, beweist jedoch wieder mal zum diesjährigen Alstervergnügen, dass sie von der Radwegbenutzungspflicht viel zu wenig Ahnung hat.

Ferdinandstor zum Alstervergnügen 2010: Hier stand auch die Bühne auf dem Radweg, ohne ein Ende der Radwebenutzungspflicht oder einer Umleitung. Der Radfahrer musste auch damals auf die Fahrbahn ausweichen . . .

Ballindamm / Ferdinandstor mit Alstervergnügen 2010: Bühne auf dem benutzungspflichtigem Radweg

Neuer Jungfernstieg / Esplanade zum Alstervergnügen 2011: Kurz vor der Kreuzung beginnt für wenige Meterchen ein benutzungspflichtiger Radweg, aber dann endet die Benutzungspflicht, und Buden und Menschengewühle blockiert teilweise den nicht mehr benutzungspflichtigen Radweg auf der Lombardsbrücke

Lombardsbrücke / Neuer Jungfernstieg zum Alstervergnügen 2011: Der Radfahrer auf der Fahrbahn muss gut aufpassen, wenn er sich nach dem Ende der Radwegbenutzungspflicht auf die Fahrbahn begibt, da für ihn keinerlei Aufleitung vorgesehen ist und Autofahrer nicht mit ihm rechnen.

Lombardsbrücke / Neuer Jungfernstieg zum Alstervergnügen 2011: Mitten im Menschengewühle endet die Radwegbenutzungspflicht. Also ab auf die Fahrbahn.

Lombardsbrücke zum Alstervergnügen 2011: Überholende Kfz überfahren die durchgezogene Linie . . .

Lombardsbrücke / Ferdinandstor zum Alstervergnügen 2011: Viel los auf dem Radweg

06 September, 2011

Was darf BILD sich alles erlauben?

Fahrbahnradeln bei unbenutzbarem "benutzungspflichtigem" Radweg
Was dürfen Fußgänger sich alles erlauben: Fußgänger blockieren den benutzungspflichtigen Radweg

BILD:
Wann darf ein Radfahrer überhaupt auf der Straße fahren?
Ist ein Radweg vorhanden, müssen Radfahrer ihn benutzen. Wer trotzdem auf der Straße fährt, riskiert 15 Euro Strafe. Wer andere dabei behindert, zahlt 20 Euro.

Mehr:

Das Märchen vom sicheren Gigalinerverkehr - Monstertrucks sollen auch auf Landstraßen gemeinsam mit Radfahrern fahren dürfen

The tale of safe gigaliners - monster trucks should be allowed on roads together with cyclists


Bei der Bewerbung um die angeblich sauberen und sicheren Gigaliner wurde immer wieder versprochen, dass Gigaliner ausschließlich auf Autobahnen fahren würden. Für Radfahrer wäre dies vorteilhaft gewesen, denn im normalen Straßenverkehr von einem Gigaliner auf der Fahrbahn überholt zu werden oder an einer Kreuzung von einem abbiegenden Gigaliner übersehen zu werden mag mit erheblichen zusätzlichen Risiken verbunden sein im Vergleich zu den bisherigen Lastzügen. Aber wer sich nie vorstellen konnte, dass Frachtzentren oder Gewerbebetriebe unmittelbare Autobahnanschlüsse haben, der lag ganz richtig.








Nun ist es raus: Gigaliner sollen in Norddeutschland sogar auf einigen Landstraßen fahren dürfen. Und da fahren auch Radfahrer - auf dem Weg zur Schule, zur Arbeit, zum Einkaufen, als Touristen, usw. Betroffen sind die L138 Gudendorf - Meldorf, B5 Meldorf - Heide - Hemme - Tönning - Husum, B200 Husum - Viöl - Wanderup - Flensburg, B199 Flensburg - Leck - Schafflund - Niebüll, L17 Flensburg - Padborg, L156 Hemme - Rehm-Flede-Bargen, B201 Silberstedt - Schleswig - Süderbrarup - Kappeln, B77 Schleswig - Kropp, L284 Norderstedt (Schleswig-Holstein-Straße), sowie innerörtliche Zubringer-Routen zu Gewerbegebieten in Bad Oldesloe, Bönningstedt, Brunsbüttel, Flensburg, Kiel, Lübeck, Neumünster, Norderstedt, Osterrönfeld, Pinneberg, Tangstedt (Kreis Pinneberg), Tarp, Uetersen.

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