26 Mai, 2017

Hamburg: Straßenfest für weniger Autoverkehr

Hamburg: Citizens reclaim streets for less car traffic


Max-Brauer-Allee / Holstenstraße, Demo - © Stefan Warda


Ein Wasserrrohrbruch mitten auf der Kreuzung Max-Brauer-Allee / Holstenstraße bescherte den Anwohnern unvorhergesehene Ruhe und weniger Schadstoffe in der Luft. Anlass genug, um letzten Dienstag ein Straßenfest gegen den übermäßigen Autoverkehr in den beiden eng bebauten Straßenschluchten zu demonstrieren. Von 19 bis 22 Uhr verwandelte sich die Kreuzung um die Baustelle in eine Spiel- und Picknickfläche. Könnte es nicht öfters Wasserrohrbrüche geben?


© Stefan Warda

© Stefan Warda

© Stefan Warda


Das kleine, friedliche Straßenfest erinnerte an die Straßenbesetzungen der Stresemannstraße im Jahr 1991, als Anwohner die Straße nach einem Verkehrsunfall in Besitz nahmen und die Beruhigung des Autoverkehrs forderten.


Mehr . . . / More . . . :
.

23 Mai, 2017

Hamburg: Letzter historischer "Radweg"-Abschnitt in der Papenhuder Straße noch erfahrbar

Hamburg: Last historic "cycle path"-part to enjoy in Papenhuder Straße
Aktualisiert um 17:29 Uhr

Papenhuder Straße 26, Ende des noch vorhandenen "Radwegs" - © Stefan Warda

Freunde historischer "Radwege" müssen sich vermutlich beeilen. Ein letzter kurzer "Radweg"-Abschnitt ist derzeit noch in der Papenhuder Straße zu bestaunen. Richtig Norden führt dieser anmutige blassrote Pfad ab Hartwicusstraße auf dem Gehweg entlang direkt bis vor die nächstgelegenen Außengastronomien. Noch dürfen Radfahrer diesen "Radweg" genießen, bis auch dieser Teil vermutlich in Kürze entfernt werden wird. Wenige Meter nach Ende des "Radwegs" müssen Radfahrer die Nebenfläche verlassen und auf die Fahrbahn wechseln. Der ehemalige "Radweg" wurde dort durch neue Gehwegplatten ersetzt.


Papenhuder Straße 26 vor der "Radweg"-Entfernung - © Stefan Warda

Papenhuder Straße, Gehweg nach Entfernung des "Radwegs" und Wildparker - © Stefan Warda

Die "Anlieger" hatten in einem langanhaltendem Bürgerbeteiligungsverfahren durchsetzen können, dass zukünftig als Ersatz für den aufgegebenen "Radweg" das gewöhnliche Fahrbahnradeln vorgesehen ist. So konnte im Rahmen der Straßenumgestaltung die maximal mögliche Anzahl an Stehzeugeplätzen bewahrt werden - ein in manchen Hamburger Bevölkerungskreisen besonders erstrebenswertes Ziel.


Papenhuder Straße, Gehweg auf der Westseite nach "Radweg"-Entfernung: Ausreichend Platz für Fußgänger - © Stefan Warda

Papenhuder Straße, Westseite vor "Radweg"-Entfernung: Kaum Platz für Fußgänger - © Stefan Warda

Nachh Beendigung der Baumaßnahmen an der Kreuzung Papenhuder Straße / Mundsburger Damm wird auch dieses letzte "Radweg"-Relikt wohl nur noch Geschichte sein.


Papenhuder Straße / Hartwicusstraße: Noch erlaubt ein Verkehrszeochen 240 freundlicherweise den Genuss des historischen "Radwegs" - © Stefan Warda


Nachdem die "Radwege" entfernt wurden, gibt es schon erste Beschwerden über Gehwegradler seitens der Anlieger. Offenbar sind die Anlieger sehr froh, dass es nun keine Radverkehrsanlagen Richtung Norden mehr gibt.


Mehr . . . / More . . . :
.

22 Mai, 2017

Hamburg: Fahrradstraße Leinpfad nimmt Gestalt an

Hamburg: Cycle street at Leinpfad going to be finished
Aktualisiert um 15:00 Uhr

Veloroute 4, Leinpfad - © Stefan Warda


Noch ist die Veloroute 4 entlang des Leinpfads wegen Bauarbeiten unterbrochen. Mit Komplikationen muss derzeit an der Kreuzung mit der Maria-Louisen-Straße gerechnet werden. Ansonsten macht die neue Fahrradstraße zwischen Hudtwalckerstraße und Fernsicht einen guten Eindruck. Im südlichen Abschnitt zwischen Fernsicht und Streekbrücke wurde die neue Fahrbahndecke aufgetragen samt neuen Fahrradpiktogrammen. Der frühere schmale Zweirichtungsradweg im Dooringbereich an der Böschung zur Alster ist mittlerweile verschwunden. Für Stehzeuge werden geordnete Parkbuchten hergestellt und Fußgänger bekommen zur Alsterböschung einen angemessen breiten und befestigten Gehweg. Fußgänger werden somit nicht mehr in Konflikte mit Radfahrern verwickelt.


Veloroute 4, Leinpfad / Maria-Louisen-Straße - © Stefan Warda

Veloroute 4, Leinpfad - © Stefan Warda


Noch bleibt die Fertigstellung der wichtigen Kreuzungsbereiche an der Fernsicht und mit der Maria-Louisen-Straße abzuwarten, sowie das Miteinander mit dem später zugelassenen Anliegerverkehr, um ein endgültiges Urteil abgeben zu können. Das bisherige Ergebnis ist aber schon ein deutlicher Fortschritt gegenüber dem vorherigenm Zustand.


Veloroute 4, Leinpfad: Vor dem Umbau links der schmale unbefestigte Gehweg, daneben der Zwerichtungsradweg im Dooringbereich - © Stefan Warda

Veloroute 4, Leinpfad: Während des Umbaus auf der Nebenfläche der helle Gehwegbelag - © Stefan Warda

Veloroute 4, Leinpfad: Der "Radweg" ist verschwunden. Ein angemessener Gehweg ist nun vorhanden - © Stefan Warda

Veloroute 4, Leinpfad: Nochmals Zustand vor Umbau mit "Radweg" und extrem wenig Platz für Fußgänger - © Stefan Warda




Mehr . . . / More . . . :
.

München: Verkehrsversuch mit grüner Welle bei Tempo 20 in der Schellingstraße

Munich: Pilot with green wave for cyclists along Schellingstraße

München, Kreisverwaltungsreferat - © Stefan Warda


Das Kreisverwaltungsreferat startete am Freitag auf der Schellingstraße den Pilotversuch Grüne Welle für den Radverkehr. Kreisverwaltungsreferent Dr. Thomas Böhle geht von einem Attraktivitätsgewinn für Münchens Stadtverkehr aus.
Bislang hat das in München noch keiner versucht. Wir wollen diesen Sommer unter realistischen Bedingungen ausprobieren, ob sich die Idee umsetzen lässt. Wenn Radlerinnen und Radler mit der Grünen Welle flotter durch den Stadtverkehr kommen, macht es das Fahrradfahren in der Landeshauptstadt attraktiver und München ein Stück fahrradfreundlicher.

Die belebte Schellingstraße im Univiertel mit Linienbusverkehr, Autos und Radlern ist ein anspruchsvolles Testumfeld für den Pilotversuch. Teststrecke ist der rund einen Kilometer lange Abschnitt zwischen Luisenstraße und Ludwigstraße. Die Tests sollen bis Ende Oktober laufen und werden vom Lehrstuhl für Verkehrstechnik der TU München wissenschaftlich begleitet. Studierende werden die Teststrecke beobachten, Verkehrszählungen durchführen und messen, in welcher Zeit die Verkehrsteilnehmer die Strecke zurücklegen. Sie sollen auch Befragungen durchführen.

Weil Fahrradfahrer mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten unterwegs sind, ist es zentral, herauszufinden, auf welche Durchschnittsgeschwindigkeit die Grüne Welle programmiert sein sollte. Diese Frage wollen die Studierenden bei der Auswertung ihrer Daten klären. Zu Beginn des Testlaufs sind die Ampeln so aufeinander abgestimmt, dass sie bei einer Geschwindigkeit von 20 km/h eine Grüne Welle bilden.

In den Testmonaten will das KVR-Verkehrsmanagement zusammen mit der TU München verschiedene Versuchsreihen durchführen, um die Auswirkungen und den Einfluss der untereinander konkurrierenden Verkehrsarten Fahrrad, Auto und Linienbus feststellen zu können. Da die Beschleunigung der MVG-Buslinien 153 und 154 auch während des Verkehrsversuchs grundsätzlich erhalten bleiben muss, wird die Grüne Welle für Radler Unterbrechungen erfahren. Das ist auch bei Grünen Wellen für Autos so. Vermutlich wird es deshalb eher selten möglich sein, dass Fahrradfahrer ohne einen einzigen Stopp durch die Teststrecke kommen. Ziel ist es, die Zahl der Ampelstopps für Radlerinnen und Radler so weit es geht zu reduzieren. Die Ergebnisse des Verkehrsversuchs sollen bis Mitte 2018 vorliegen und werden öffentlich vorgestellt.


Vorbilder für grüne Welle für Radfahrer finden wir in Deutschland bislang in Berlin und Marburg.

In Berlin gibt es seit 2013 in der Belziger Straße grüne Welle für Radfahrer. Die nächste grüne Welle bei Tempo 20 soll in der Uhlandstraße umgesetzt werden.
 
In Marburg erprobte die Firma Siemens ihr Produkt "Sibike", mit dem nur registrierte smartphonebesitze Radfahrer bei der Lichtsignalanlagensteuerung berücksichtigt werden sollen.

Verkehrsversuche mit grüner Welle in Hamburg wurden wieder eingestellt.
 

Kopenhagen - © Stefan Warda

Am weitesten ist bislang Kopenhagen gelangt. Dort gibt es im Verlauf einiger Einfallstraßen ins Stadtzentrum tageszeitabhängig grüne Welle bei Tempo 20. Damit kommen die meisten Radfahrer über mehrere Kilometer hinweg ohne irgendwelche Stopps entspannt ins Stadtzentrum und nachmittags wieder entgegengesetzt. An manchen Straßen zeigen sogar grüne Lichter am Radwegrand an, ob man noch mit der grünen Welle mitschwimmt.



Mehr . . . / More . . . :
.

21 Mai, 2017

Hamburg: Westwind verhilft Geflüchteten zu grenzenloser Mobilität

Hamburg: Westwind gives refugees unlimited mobility


Übergabe eines Spendenrades an Westwind - © Stefan Warda


Wer gerade seinen Keller entrümpelt und dabei Fahrradersatzteile oder gar alte, ungenutzte Fahrräder findet, kann diese Fundstücke gerne den Helfern von Westwind überlassen. Westwind e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der geflüchteten Menschen kostenfrei zu grenzenloser Mobilität verhelfen will.

Die Annahme von Spendenrädern ist jeden Samstag von 16 bis 19 Uhr am blauen Container auf der hintersten Ecke des Parkplatzes der Rindermarkthalle auf St. Pauli (Zugang Neuer Kamp oder Budapester Straße).


Mehr . . . / More . . . :
.